Bausparen – wie funktioniert das eigentlich?
Neben der Nutzung normaler Baukredite boomt auch das Bausparen mit anschließendem Bauspardarlehen. So funktioniert’s: Hat sich der Kunde bei einer Bank seiner Wahl ein Bausparkonto eröffnet, muss er auch eine bestimmte Bausparsumme anlegen. Nach dem Prinzip: alle Sparer zahlen in einen Topf, funktionieren auch die Bausparverträge.
Im ersten Stadium werden etwa 50 Prozent der angelegten Bausparsumme als Sparguthaben beiseite gestellt. Unter Berücksichtigung des Einkommens erhält der Bausparer Zinsen zwischen 2,5 und 4 Prozent auf dieses Guthaben. In manchen Fällen bekommen Bausparer auch staatliche Belohnungen. Erst im zweiten Stadium verfügt der Bausparer über die gesamte Bausparsumme. Diese Summe setzt sich vor allem aus dem Sparguthaben und dem Bauspardarlehen.
Da der Staat diese Sparform fördert und auch viele Banken ihren Kunden gute Konditionen für das Darlehen offerieren, verfügen viele deutsche Haushalte über ein Bausparkonto, z.B. bei einer bekannten Bausparkassen. Schwäbisch Hall ist hier sicher eines der bekanntesten Beispiele für eine Bausparkasse.
Des Weiteren werden in erster Linie Verheiratete mit einem jährlichen Einkommen von 51.200 Euro und Ledige mit der Hälfte dieser Summe, mit Wohnungsbauprämien belohnt.
Wer fördert das Bausparen?
Neben Wohnungsbauprämien werden Bausparer auch mit Arbeitnehmersparzulagen belohnt. Diese Förderungen werden vor allem durch den Staat ausgeführt. Doch diese Prämien ziehen auch eine 7 jährige Bindungsfrist mit sich. In diesem Zeitraum darf die Bausparsumme nicht verwendet werden, außer natürlich für “wohnwirtschaftliche Aktionen”. Sollte der Bausparer in diesem Zeitraum den Vertrag kündigen, verliert er auch das Anrecht auf seine Prämien. Sollt die Kündigung jedoch aufgrund der Arbeitslosigkeit oder im Krankheitsfall des Bausparers vollzogen werden, bleibt die Prämie erhalten. Nach den 7 Jahren verfügt der Bausparer nun in jeglicher Weise über das Sparguthaben. Der Bausparer hat nun die Möglichkeit, Eigentumswohnungen oder ein Haus zu bauen oder ein vorhandenes Haus umbauen oder renovieren. Aber auch dem Kauf eines Autos beispielsweise steht nicht mehr im Wege.