Saison-Darlehen
Ein Saisondarlehen ist ein kurz- oder mittelfristiges Darlehen, das Unternehmen zur Überbrückung von Engpässen oder auch zu einer Stärkung von Betriebsmitteln verwenden können.
Manche Unternehmen haben saisonal besonders hohen Finanzierungsbedarf. Die Spargelstecher wollen nach der Saisonarbeit bezahlt werden, ein Wintersportbetrieb muss im Sommer vielleicht Investitionen für den umsatzträchtigen Winter tätigen. In solchen Fällen kann ein Saisondarlehen helfen, die Situation zu meistern. Häufig werden Saison-Darlehen deshalb in Bereichen der Landwirtschaft, Fischerei oder der Touristik eingesetzt.
Die Beträge bei einem Saison-Darlehen können dabei durchaus beachtliche Höhen erreichen, insbesondere wenn ein Investitionsbedarf besteht, Umbauten vorgenommen werden müssen oder die Zeit des Spitzenumsatzes zeitlich sehr kurz ist.
Der Darlehensgeber verlangt dabei ausreichende Sicherheiten, insbesondere da in der Vergangenheit manche Saisonbetriebe mit Zahlungsschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Findet nämlich zum Beispiel durch schlechtes Wetter ein Großteil des erwarteten Umsatzes nicht statt, so bekommt der Betrieb erhebliche Probleme bei der Rückzahlung des Saison-Darlehens. Er muss dann versuchen, etwa durch Umschuldung oder Prolongation Lösungen zu finden. Als Sicherheiten werden oft Bürgschaften oder Grundschulden gewählt, zumal häufig eigener Grund und Boden besteht.
Der Unterschied zu einem üblichen Bankkredit besteht insbesondere darin, dass die Laufzeit eines Saison-Darlehens kaum mehr als ein Jahr beträgt. Normalerweise werden sogar nur Laufzeiten von drei, sechs oder neun Monaten vereinbart.
Die Tilgung erfolgt dann planmäßig aus den erwarteten Umsätzen in der Hochsaison. Häufig erfolgt die Rückzahlung dann in einer Gesamtsumme. Bei höheren Beträgen werden aber manchmal auch Ratenzahlungen über einen etwas längeren Zeitraum vereinbart.